Fachstelle: Leaving Care in der Kommune – Beratung und Infrastrukturentwicklung

In Kooperation mit der Internationalen Gesellschaft für Erzieherische Hilfen (IGfH) e. V., Frankfurt. und gefördert durch die Stiftung Deutsche Jugendmarke.

Laufzeit: 10.2020 – 09.2022

Projektbeschreibung:

Das Projekt „Fachstelle: Leaving Care in der Kommune“ reagiert auf den wachsenden Bedarf, in Kommunen – in Kooperation von öffentlichen, freien Trägern und Care Leaver Initiativen – eine Infrastruktur für die (Übergangs)Begleitung von Care Leaver aufzubauen.

Die kommunalen Akteure und Entscheidungsträger werden bei dem Aufbau geeigneter Angebote und der Vernetzung vorhandener sozialer Dienste durch die Fachstelle Leaving Care beraten. Gleichzeitig wird im Kontext der Entwicklung des SGB VIII eine digitale Plattform bereitgestellt werden, um entstehende Angebote und Modelle (inklusiver) Hilfen für junge Volljährige aufzubereiten. Dadurch soll ein Beitrag dazu geleistet werden,  die Vernetzungen innerhalb der Dienstleistungsinfrastruktur für junge Volljährige (Jobcenter, Teilhabeleistungen, Gesundheitsdienste, Wohnungslosenhilfe etc.)  zu systematisieren. Weiterhin soll mit dem Projekt ein Leaving Care Forum entwickelt und vorbereitet werden, in dem sich zukünftig – vergleichbar mit dem National Leaving Care Benchmarking Forum in England – Kommunen nachhaltig zu innovativen Ideen und Anforderungen an geeignete Infrastrukturen des Übergangs von Care Leavern austauschen können.

Ziel des Projekts „Fachstelle: Leaving Care“ ist:

  • Aufbereitung von Modellen „guter infrastruktureller Praxis“ für Kommunen aus den bisherigen Erfahrungen der Care Leaver Initiativen in den vergangenen zehn Jahren
  • Beratung von Kommunen im Interesse einer Ausgestaltung der Übergangsinfrastrukturen mit öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe sowie angrenzender Rechtskreise
  • Aufbau einer digitalen Plattform für soziale Dienste in Kommunen, auf der die Hilfen für junge Volljährige angesichts der gesetzlichen Entwicklungen im Bundesteilhabegesetz, des SGB VIII sowie des SGB II & III aufbereitet werden und Modelle rechtskreisübergreifender Zusammenarbeit vorgestellt werden
  • Analyse der Schnittstellen zwischen gesundheitsbezogenen Diensten, Wohnungslosenhilfe und Sozialen Diensten
  • Etablierung der Fachstelle durch den Aufbau eines Leaving Care Forum (Mitgliedschaften von Kommunen zwecks eines kontinuierlichen fachlichen Dialogs); Einbindung von Fachverbänden und bundesweiten Vertretungen der Gebietskörperschaften – vergleichbar dem National Leaving Care Benchmarking Forum in England

Kontakt:

Dr. Severine Thomas
05121/883-11728
severine.thomas[at]uni-hildesheim.de

Weitere Informationen:

National Leaving Care Benchmark Forum

Care Leaver Local Offer: Thematic Report (PDF)