Foto Ein Mädchen mit einem IPhone

Verbundprojekt ECQAT – Entwicklung eines E-Learning Curriculums zur ergänzenden Qualifikation

Projektbeschreibung

Nach dem Bekanntwerden massiver Fälle von sexuellem Missbrauch in Institutionen im Jahr 2010 war es eine wichtige Erkenntnis, dass es einen erheblichen Fort- und Weiterbildungsbedarfs im Bereich Prävention von sexuellem Missbrauch gibt. Dies wurde auch von den Betroffenen am Runden Tisch betont.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des vom BMBF-geförderten Forschungsprojektes zur Entwicklung eines E-Learning-Kurses „Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch“ für pädagogische und medizinisch-therapeutische Berufe im Jahr 2014 wurde der Bedarf und der Wunsch zu einer weiteren inhaltlichen Vertiefung sowohl vom Runden Tisch, aber auch von Vertretern der Bundesärztekammer und der Kultusministerkonferenz sowie von den Teilnehmenden des Online-Kurs geäußert.

Aus diesem Grund arbeiten das Universitätsklinikum Ulm, die Universität Bielefeld, die Universität Hildesheim sowie die Hochschule Landshut an der Entwicklung des vertiefenden E-Learning Kurses „ECQAT – Entwicklung eines E-Learning Curriculums zur ergänzenden Qualifikation“, ebenfalls vom BMBF gefördert. Dieser Kurs besteht aus den Elementen „Traumatherapie“, „Traumapädagogik“, „Gefährdungsanalyse und Schutzkonzepte in Institutionen“ sowie einen Querschnittskurs für Leistungskräfte von Institutionen.

Die Hochschule Landshut und die Universität Hildesheim sind dabei verantwortlich für den Kurs „Gefährdungsanalyse und Schutzkonzepte in Institutionen“, der sich mit Institutionen als Ort potentieller Gefahren, aber auch als Ort des Schutzes befasst. Dieser Kurs richtet sich vornehmlich an Personengruppen, die direkt für Bildung, Erziehung, Behandlung und/ oder Pflege von Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen verantwortlich sind. Der Kurs besteht aus verschiedenen Modulen zu den Themen

  • „Schutzkonzepte – was ist das?“
  • „Organisationale Prozesse und Akteure“
  • „Gefährdungsanalysen als zentrales Element von Schutzkonzepten“
  • „Prävention, Intervention und Aufarbeitung“

Diese Module sind wiederum in Lerneinheiten unterteilt, in denen die Teilnehmenden des Online-Kurses Grundlagen- und Rechtstexte finden, sich durch Videoclips mit Good-Practice-Beispielen auseinandersetzen und in Übungen zu Reflexionen und Perspektivübernahmen angeregt werden.

Der Kurs „Schutzkonzepte und Gefährdungsanalysen“ befindet sich derzeit in der steten Weiterentwicklung. Sollten Sie Interesse haben als Testperson am Projekt ECQAT teilzunehmen, können Sie sich hier in eine Interessentenliste eintragen: leitung.elearning-kinderschutz.de/

Das Team, bestehend aus Herrn Prof. Dr. Wolfgang Schröer (Universität Hildesheim), Frau Prof. Dr. Mechthild Wolff (Hochschule Landshut), Veronika Winter (Hochschule Landshut), Claudia Harder, Carolin Oppermann und Tanja Rusack (Universität Hildesheim), freut sich, Sie auf unserer weiterführenden Homepage https://schutzkonzepte.elearning-kinderschutz.de/ begrüßen zu dürfen!