Projekte Forschungsnetzwerk Erziehungshilfen

Die Projekte in dem Forschungsnetzwerk Erziehungshilfen widmen sich disziplinären Fragen auf dieses Handlungsfeld innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Perspektive von Fachpraxis und Adressat:innen. Es werde qualitative und quantitative Forschungszugänge gewählt. Viele Projekte werden in Kooperation mit Fachinstitutionen oder im Verbund mit anderen Hochschulen durchgeführt. Inhaltliche Schwerpunkte lassen sich im Feld der Heimerziehung und der Pflegekinderhilfe finden. Zudem stehen derzeit übergreifende Themen (Schutzkonzepte) und Übergangsforschung (Leaving Care) im Zentrum der Arbeit.

Projekt Trans-Fair
Ziel des Projektes "Trans-Fair. Übergänge aus Heimerziehung und Vollzeitpflege" ist es, dass Matching zwischen vorhandenen Beratungs- und Förderangeboten durch eine gute Koordination unterschiedlicher Akteur:innen im Übergangssystem verbessern.
Im Verbundprojekt wird ein e-learning Curriculum zur Weiterbildung von Fachkräften in Bezug auf begleitete und unbegleitete geflüchtete Minderjährige, Rahmenbedingungen und Schutz in Organisationen sowie Traumafolgen und psychische Belastungen entwickelt.
"Rechte im Übergang - Begleitung und Beteiligung von Care Leaver:innen" stellt die Lebenswelten von jungen Menschen aus stationären Hilfen in den Mittelpunkt.
Über die Unterbringung von Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen mit Migrationsgeschichte ist annähernd kein Wissen vorhanden. Es gibt statistische Daten, die über Häufigkeiten Auskunft geben.
Das Projekt widmete sich der Frage, wie Jugendliche und junge Erwachsene, die in stationären Erziehungshilfen betreut werden, beim Übergang ins Erwachsenenleben gut begleitet werden können.
"Learning as Intervention - A New Approach to Residential Care for Children and Youth" bezieht sich darauf, dass nationale und insbesondere internationale Studien aufzeigen, dass Kinder und Jugendliche, die in der stationären Erziehungshilfe (residential care) aufwachsen, geringere Bildungserfolge erzielen als ihre Peers.
Eine vergleichende Untersuchung der Verfahren der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe vor dem Hintergrund der Diskussionen um eine Gesamtzuständigkeit.
Die Hilfeplanung ist das Kernverfahren der Hilfen zur Erziehung. Sie ist im SGB VIII als ein prozesshaftes, partizipatives und interaktives Verfahren angelegt, in dem die Leistungs­empfänger als Koprodu­zent_innen ihrer eigenen Fallbearbeitung gelten.
Foto Bücherei
Das Forschungsprojekt beschäftigte sich mit Studierenden, die einen Teil ihrer Kindheit oder Jugend außerhalb ihrer Herkunftsfamilie verbracht haben.
Foto Ein junger Mensch lächelnd auf einer Wiese
In dem Projekt „Gut begleitet ins ins Erwachsenenleben“ werden an drei ausgewählten Standorten bestehende Ansätze guter Übergangspraxis fachlich weiter entwickelt und die Erkentnisse für einen Transfer aufbereitet.
Gemeinsam mit Pflegekindern/ -jugendlichen/ -eltern, Careleaver:innen, und Fachkräften in Pflegekinderdiensten entwickeln wir im Projekt "FOSTERCARE - Rechte stärken. Beteiligen. Schützen" Schutzkonzepte zur Stärkung der persönlichen Rechte von Pflegekindern und Pflegejugendlichen.
www.forum-transfer.de ist eine Plattform für innovative Kinder- und Jugendhilfe in Zeiten von Corona. Es geht um die Bereitstellung von Informationen, die für die Träger der Kinder- und Jugendhilfe unter den gegebenen Bedingungen einen wichtigen Beitrag leisten, um neue Konzepte und Arbeitsformen in allen Handlungsfeldern des SGB VIII entwickeln zu können. Insbesondere ist auch der Dialog zwischen Fachkräften ein wichtiger Bestandteil, den Forum Transfer mit digitalen Fachveranstaltungen bietet.
Die Mixed-Methods-Studie untersucht die Essenspraktiken Jugendlicher, die in stationären Erziehungshilfen leben, sowie die organisationale Herstellung des Essens Jugendlicher in den Einrichtungen. Mit der Studie soll ein grundlegender Beitrag zur Erforschung der alltäglichen Pädagogik stationärer Einrichtungen in öffentlicher Verantwortung, wie auch der Essenssozialisation im Jugendalter geleistet werden
Nach dem Bekanntwerden massiver Fälle von sexuellem Missbrauch in Institutionen im Jahr 2010 war es eine wichtige Erkenntnis, dass es einen erheblichen Fort- und Weiterbildungsbedarfs im Bereich Prävention von sexuellem Missbrauch gibt.
Foto mit Text ... ist gar nicht so leicht, wie es aussieht, auf eigenen Beinen zu stehen
Das Projekt unterstützt Care Leaver:innen im Übergangsprozess von der Jugendhilfe „in die Verselbstständi­gung“ und in der Zeit nach dem Jugendhilfeende.
Foto zweier Menschen, die sich die Hände geben zum Projekt CareHoPe - CareLeaver an Hochschulen - Online Peerberatung
Das Projekt "CareHOPe - Care Leaver an Hochschulen - Online Peerberatung" soll den Beratungs- und Informationslücken Rechnung tragen und Studierende mit stationärer Jugendhilfeerfahrung unterstützen. Es hat das Ziel, eine landesweit agierende Fachstelle und Online-Peerberatung für Care Leaver:innen an Hochschulen in Niedersachsen aufzubauen.
Foto Universität Hildesheim Hauütcampus zum Projekt Care Leaver an Hochschulen
Das Projekt CareHo hat das Ziel, Care Leaver:innen an den Hochschulen in Niedersachsen miteinander zu vernetzen.
In diesem Projekt soll ein systematischer Überblick über die aktuelle statistische Datenlage zur Lebenssituation junger Menschen, die in stationären Erziehungshilfen gelebt haben (sog. Care Leaver*innen) erarbeitet werden. Zudem werden im Austausch mit Expert*innen aus verschiedenen Disziplinen die Möglichkeiten, die Datenlage zu verbessern, eruiert.
Im Rahmen des Europa-Programms Erasmus+ befasst sich dieses Projekt mit einer international vergleichenden Perspektive von Care Leaver:innen.
Das Projekt knüpft an der Diskussion über Schutzkonzepte in pädagogischen Einrichtungen an, die seit einigen Jahren in Theorie und Praxis geführt wird. Zahlreiche Einrichtungen haben bereits wertvolle Arbeit geleistet und beispielsweise Schutzkonzepte entwickelt.