Foto Arm eines Kindes, das eine Seigenblase zieht - Learning as Intervention – A New Approach to Residential Care for Children and Youth

Learning as Intervention – A New Approach to Residential Care for Children and Youth

Projektbeschreibung

Nationale Forschungen und insbesondere internationale Studien zeigen auf, dass Kinder und Jugendliche, die in Einrichtungen der stationären Erziehungshilfe (residential care) aufwachsen, geringere Bildungserfolge erzielen als ihre Peers. Dabei verdeutlichen vor allem umfangreiche Studien der OECD-Länder, dass (schulische) Bildung für junge Menschen von grundlegender Bedeutung ist, so auch für einen gelingenden Übergang ins Erwachsensein.
Das Projekt „Learning as Intervention“ stellt eine internationale Zusammenarbeit der Wissenschaft und der Praxis in Deutschland und in Kanada dar und richtet den Fokus auf Bildung im Kontext stationärer Erziehungshilfe. Im Zentrum der Untersuchungen stehen Bildungsprozesse von stationär untergebrachten Kindern und Jugendlichen, wobei sowohl die formale schulische Bildung (education) als auch das für Deutschland erweiterte Verständnis von Bildung in den Blick genommen werden. Mit Hilfe eines Mixed-Method-Designs werden Perspektiven auf Bildung dabei vielseitig beleuchtet. Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, Konzepte und Instrumente zu entwickeln, die die Verbesserung von Unterstützungs- und Förderungsmöglichkeiten mit Blick auf Bildung in den jeweiligen Kontexten anstreben. Dezidiert können die einzelnen Ziele der Untersuchungen wie folgt dargestellt werden:

  • Erarbeitung und Bereitstellung theoretischer Grundlagen mit dem Fokus auf Bildung zur Strukturierung der Arbeit in stationären Erziehungshilfeeinrichtungen.
  • In Zusammenarbeit mit den kooperierenden Praxiseinrichtungen: Entwicklung von Strategien zur Implementierung neuer Ansätze, die die Prozesse, Tagesabläufe und Angebote mit Blick auf die Unterstützung und Förderung von Bildung innerhalb der Einrichtungen strukturieren.
  • Entwicklung von Instrumenten zur Evaluation von Bildungsprozessen innerhalb stationärer Erziehungshilfeeinrichtungen.

Neben dem Praxistransfer der Ergebnisse sollen diese ebenso Möglichkeiten bieten, Veränderungen auf verschiedenen Ebenen anzuregen (Politik, Wissenschaft, Praxis).
Das Projekt „Learning as Intervention“ wird insgesamt das erste Projekt sein, welches international-vergleichend vertieft Bildungsprozesse in der stationären Erziehungshilfe beleuchtet. Obwohl sich das Projekt zunächst nur auf stationäre Einrichtungen bezieht, sollen die Ergebnisse und darauf folgende Implikationen auch auf weitere Hilfesettings ausgeweitet werden. Darüber hinaus festigt das Projekt die wissenschaftliche Zusammenarbeit von Deutschland und Kanada im Bereich der Erziehungshilfen und bildet die Grundlage für ein größeres Folgeprojekt. Das aktuelle Projekt wird vom Social Sciences and Humanities Research Council of Canada (SSHRC) gefördert.

 

Team:  Kooperationsprojekt der Ryerson University Toronto, der University of Victoria, der  Universität Hildesheim und der Universität Trier

Personen: Dr. Kiaras Gharabaghi (Ryerson University), Dr. Doug Magnuson (University of Victoria), Prof. Dr. Wolfgang Schröer und Carolin Ehlke (Universität Hildesheim), Prof. Dr. Stefan Köngeter und Jun.Prof’in Dr. Maren Zeller (Universität Trier)

Kontaktdaten: Carolin Ehlke, 05121 88311732, ehlkeca[at]uni-hildesheim.de

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